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Simon Marius und seine Zeit

Hans Philip Fuchs von Bimbach (1567–1626), Mäzen von Simon Marius

Der Oberst, später General Hans Philip Fuchs von Bimbach (1567--1626) war für etliche Jahre der einflussreichste Politiker am Hof des protestantischen Markgrafen Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach, überwarf sich aber später mit diesem, begab sich in kaiserliche (d.h. katholische) Dienste, wechselte dann erneut die Seiten und fiel schließlich in der Schlacht von Lutter in dänischen Diensten. Diese schillernde, abenteuerlustige und fast gänzlich auf Militärisches ausgerichtete Persönlichkeit scheint eine wesentliche Rolle in der Frühgeschichte des Fernrohrs gespielt zu haben. Fuchs von Bimbach informierte Simon Marius bereits im Herbst 1608 über die Erfindung und unterstützte ihn auch als Mäzen bei der Beschaffung eines Teleskops.
Ohne diese Hilfe hätte Marius sicherlich erst deutlich später ein Fernrohr erhalten und benutzen können. Was aber hatte ein Militär und Politiker auf der Frankfurter Messe zu tun? Was ist gesichert über Simon Marius, Fuchs von Bimbach und das Fernrohr bekannt, und was ist nur Spekulation? Dieser Vortrag liefert einige biographische Daten zu Fuchs von Bimbach sowie Zitate zu seinem Charakter und versucht, zwischen Dichtung und Wahrheit hinsichtlich seiner Rolle bei einer der ersten astronomischen Anwendungen des Fernrohrs zu unterscheiden.
Abb. von Godf. Muller aus dem Historischen Lexikon Bayerns der Bayerischen Staatsbibliothek; erstmals vermutlich in: Das Bayerland 10 (1899), S. 198.

Referenten:Dr. Wolfgang R. Dick, Potsdam
Ort:Nicolaus-Copernicus-Planetarium Nürnberg im Bildungscampus Nürnberg, Am Plärrer 41, 90429 Nürnberg, T 0911 9296553
Vorträge im Kuppelsaal, Pausen mit Verköstigung im Foyer
Zeit:20.09.2014 10:10 - 10:25 Uhr

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Letzte Aktualisierung: 03.10.2017, 13:41:17